Glossar

Begriffe von A-Z

Wählen Sie einen Buchstaben
  • K

Kanalsanierung

Unter dem Begriff Kanalsanierung versteht man Verfahrenstechniken zur Sanierung von in der Erde verlegten Rohrleitungen zur Entsorgung von Abwässern. Diese Verfahrenstechniken dichten Rohre gegen Infiltration von Grundwasser und Exfiltration des Abwassers ab, stellen teilweise die Standsicherheit wieder her und stoppen die Korrosion. Von grabenloser Kanalsanierung oder vom No-Dig-Verfahren spricht man, wenn die Oberfläche (Straßen und Wege) nicht der Länge nach aufgegraben werden müssen. Dies verringert die Bauzeit und somit die Kosten und Umweltbelastungen. Der Einsatzbereich der Verfahren reicht von den Nennweiten DN 100 bis DN 5000 (Normdurchmesser in mm). Die grabenlose Kanalsanierung nimmt über 50 % des Marktes der Kanalsanierung ein. Die grabenlose Kanalsanierung wird in drei Verfahrensgruppen unterteilt: Reparatur, Renovierung und Erneuerung. Mit dem Schlauchliningverfahren befinden wir uns im Segment der Renovierung. Renovierungsverfahren kommen bei örtlich begrenzten, sich wiederholenden Schäden und umfangreichen Schäden zur Anwendung. Hierbei können einzelne oder auch mehrere hintereinander liegende Haltungen (Kanalabschnitte zwischen zwei Schächten) in einem Arbeitsgang bearbeitet werden. Montageverfahren finden wegen der Notwendigkeit des Begehens nur in großen Dimensionen (> DN 1000 mm) Anwendung. Das Schlauchlinig- oder Schlauchreliningverfahren ist das etablierteste Renovierungsverfahren und macht einen Anteil von etwa 30 % der grabenlosen Kanalsanierung aus. Man unterteilt hier wiederum in zwei Gruppen: Die warmhärtenden Verfahren und die UV-härtenden Verfahren.  Bei den warmhärtenden Verfahren werden mit Kunstharz getränkte Filzschläuche mit Dampf oder heißem Wasser in den Kanal inversiert (gekrempelt). Die chemische Reaktion des Harzes, welche das Härten nach sich zieht, wird durch die Hitze des Wassers oder des Dampfs angestoßen. Bei den UV-Verfahren werden Glasfaserschläuche in die Kanäle eingezogen und mittels Druckluft aufgeblasen. Die chemische Reaktion wird hier durch das UV-Licht, das von einem den Liner durchfahrenden Roboter abgestrahlt wird, angestoßen. Die UV-härtenden Verfahren machen einen Anteil von etwa 55 % der Schlauchliningverfahren aus. Unser Verfahren nimmt in technischer Hinsicht die führende Rolle im Bereich der grabenlosen Kanalsanierung im Bereich von DN 150 bis DN 1000 ein. Mit dem Brandenburger Wickelverfahren werden hinsichtlich mechanischer Stabilität, chemischer Beständigkeit und Dichtigkeit alle Standards übererfüllt und neue Maßstäbe gesetzt. Brandenburger hält im Bereich der UV-härtenden Verfahren einen Marktanteil von etwa 35 % und ist damit Marktführer in diesem Bereich, doch es ist noch viel Luft nach oben.

Kerbschlagfestigkeit

Die Kerbschlagfestigkeit beschreibt die Fähigkeit eines Werkstoffes, schlagartige, dynamische Beanspruchung zu absorbieren ohne zu brechen. 

Korrosionsbeständigkeit

Die Korrosionsbeständigkeit beschreibt die Widerstandsfähigkeit eines Materials gegen Zersetzung (lat. corrodere = zersetzen, zerfressen, zernagen), gemessen wird dieses bei Linern durch den Widerstand gegen die Zersetzung durch chemische bzw. aggressive Substanzen im Abwasser und der Kanalatmosphäre. 

Kurzzeit-Biegespannung

Wie auch bei der Bestimmung des E-Moduls, wird der "Drei-Punkt-Biegeversuch" zur Bestimmung der Kurzzeit-Biegespannung gemäß ISO 178/ ISO 11296-4 verwendet und zeigt auf, wie formstabil sich das Material unter verschiedenen äußeren Einflüssen verhält.